Staatsbesuch im Vereinigten Königreich

Staatsbesuch im Vereinigten Königreich

Staatsbesuch im Vereinigten Königreich

Auf Einladung von König Charles III. reisen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender vom 3. bis 5. Dezember 2025 zu einem Staatsbesuch in das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland.

Bundespräsident Steinmeier und Elke Büdenbender sind am 3. Dezember auf Einladung Seiner Majestät König Charles III. zu einem Staatsbesuch in das Vereinigte Königreich gereist. Es ist der erste Staatsbesuch eines deutschen Staatsoberhaupts seit 27 Jahren. Den letzten Staatsbesuch absolvierte Bundespräsident Herzog im Dezember 1998.

Dies ist ein Staatsbesuch, der von einer doppelten Symbolik begleitet wird, sagte der Bundespräsident vor Abflug Richtung London. Noch vor seiner offiziellen Inthronisation vor zwei Jahren ist König Charles zu einem Staatsbesuch nach Deutschland gekommen. Das war ein Signal – sein erster Auslandsbesuch damals. Und knapp zwei Jahre später kam die Einladung zu diesem Staatsbesuch. Das zeigt, wie wichtig uns beiden die deutsch-britischen Beziehungen sind.

Die deutsch-britische Freundschaft ist uns ein echtes Herzensanliegen. Und das muss es auch sein!

Der Staatsbesuch kommt zum historischen Zeitpunkt: Deutschland und das Vereinigte Königreich haben kürzlich einen Freundschaftsvertrag unterzeichnet – den Kensington-Vertrag. Dieser Vertrag sei ein Schritt dahin, nach dem Brexit wieder näher zusammenzurücken, so der Bundespräsident.

Nach der Ankunft in London und dem Empfang durch Ihre Königlichen Hoheiten Prinz William und Prinzessin Catherine von Wales wurden der Bundespräsident und Elke Büdenbender auf Schloss Windsor von König Charles und Königin Camilla willkommen geheißen und mit militärischen Ehren begrüßt. Das Königspaar präsentierte einige Objekte mit Bezug zu Deutschland aus der Royal Collection.

Zu einem Staatsbesuch gehören auch Gastgeschenke. Auf Schloss Windsor tauschten die Staatsoberhäupter Geschenke aus. Der Bundespräsident schenkte dem König unter anderem einen handgefertigten Herrenschirm „Perlbambus“ von Schirm Oertel aus Bremen und Elke Büdenbender der Königin ein Faksimile des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Der König schenkte dem Bundespräsidenten unter anderem einen handgefertigten Wanderstock mit Horngriff von der Isle of Mull und die Königin Elke Büdenbender die Erstausgabe von Virginia Woolfs „Flush“.

Am Nachmittag war der Bundespräsident zu Gast in 10 Downing Street: Premierminister Keir Starmer empfing ihn zu einem Gespräch. Es ging um die zukünftige enge Zusammenarbeit auf Grundlage des Kensington-Vertrags, die Situation in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die Beziehungen Europas zu den USA. Anschließend sprachen beide mit deutschen und britischen Wirtschaftsvertretern darüber, wie wirtschaftliche Hürden weiter abgebaut werden können.

Der erste Besuchstag klang mit einem Staatsbankett auf Schloss Windsor feierlich aus.

Wir teilen in vielen Bereichen dieselben Leidenschaften, wir lieben die gleichen Dinge.

Bundespräsident Steinmeier

Der zweite Tag begann mit einer Kranzniederlegung am Grab von Königin Elizabeth II. in der St. George’s Chapel. Beim anschließenden Austausch mit Ehrenamtlichen im Schloss Windsor stand das gesellschaftliche Engagement und das Ehrenamt im Mittelpunkt. Der Empfang, an dem Freiwillige verschiedener Organistionen teilnahmen, markierte den offiziellen Start der Aktion „The Big Help Out“. Diese Initiative wurde erstmals 2023 ins Leben gerufen, um Menschen zu ermutigen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Auch 2026 findet die Aktion wieder statt. „The Big Help Out“ hat Bundespräsident Steinmeier dazu inspiriert, in Deutschland einen eigenen Freiwilligentag ins Leben zu rufen. Der erste bundesweite „Ehrentag“ wird am 23. Mai 2026 stattfinden – dem Jahrestag des deutschen Grundgesetzes.

Danach hielt der Bundespräsident eine Rede vor dem britischen Parlament – eine besondere Ehre, denn als letztes deutsches Staatsoberhaupt sprach Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1986 im Westminster Palace. Schauen wir nicht zurück, sondern blicken wir gemeinsam nach vorn. Mit Zuversicht. Mit Ambition. Mit der festen Überzeugung, dass wir gemeinsam mehr erreichen können als jeder alleine, appellierte der Bundespräsident an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier.

Don’t look back in anger.

Bundespräsident Steinmeier

Am Nachmittag besucht er die Bobby Moore Academy sowie das Victoria and Albert East Storehouse, bevor ein Abendessen in der Londoner Guildhall den Tag abschließt.

Am dritten und letzten Besuchstag reisen der Bundespräsident und Elke Büdenbender nach Coventry. Nach einer Führung durch die Kathedrale von Coventry und einer gemeinsamen Kranzniederlegung mit dem Herzog von Kent, Prinz Edward, nehmen beide an einem Gedenkgottesdienst teil. Danach folgt ein Austausch mit deutschen und britischen Soldatinnen und Soldaten sowie ein Besuch bei Siemens Healthineers. Beim Besuch der Universität Oxford informiert sich der Bundespräsident über Forschungsprojekte und Kooperationen mit deutschen Hochschulen. Den Abschluss des Staatsbesuchs bildet die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Oxford an den Bundespräsidenten.

 

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